So äußern sich urologische Beschwerden

28. Januar 2019
6 Min.

Urologische Beschwerden, zu denen auch Prostatabeschwerden und Genitalbeschwerden gehören, haben verschiedenste Ursachen, die sich durch charakteristische Symptome äußern. In den meisten Fällen sind sie gut behandelbar. Doch was genau sind urologische Beschwerden?

Patient mit Arzt bei der Untersuchung von urologischen Beschwerden

Urologische Beschwerden betreffen nicht nur die Blase

Es gibt viele verschiedene urologische Beschwerden. Die meisten der Probleme stehen in enger Verbindung zum Urogenitaltrakt – weshalb Patienten am besten bei einem Urologen beraten sind. Doch was genau ist eigentlich mit Urogenitaltrakt gemeint? Der Begriff beschreibt die Gesamtheit aller Geschlechts- sowie Harnorgane. Bei einem Mann sind das unter anderem folgende Körperteile:

Eine kurze Definition: Prostata, was ist das eigentlich?

Die Prostata ist ein Organ, das nur Männer besitzen. Etwas genauer gesagt handelt es sich bei ihr um eine Drüse (im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Vorsteherdrüse“ genannt). Das etwa kastaniengroße Organ liegt in der Nähe der Blase und umhüllt den oberen Teil der Harnröhre. Zu einer ihrer wichtigsten Aufgaben zählt das Abgeben eines Sekrets während des männlichen Samenergusses. Die Flüssigkeit vermischt sich mit den Spermien und sie beweglicher.

Bei einer Frau unterscheiden sich die Organe des Urogenitalstrakts insofern, dass sie mit

  • Vulva (weibliche Scham),
  • Vagina,
  • Eierstöcken und
  • Gebärmutter andere Geschlechtsorgane hat.

Theoretisch kann es an all den genannten Körperteilen zu Problemen wie etwa Entzündungen kommen. Mit anderen Worten: Urologische Beschwerden betreffen die aufgezählten Organe.

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Auch Prostatabeschwerden sind urogenitale Beschwerden

Urologische Beschwerden sind auch an der Prostata möglich. In diesem Fall sprechen Mediziner von Prostatabeschwerden. Eine der häufigsten ist die Prostatitis. Es handelt sich dabei um eine Entzündung der Vorsteherdrüse, die in verschiedenen Formen in Erscheinung tritt.

Daneben gibt es jedoch noch weitere denkbare Prostatabeschwerden wie zum Beispiel:

  • Benigne Prostatahyperplasie: Diese Prostatabeschwerde ist eine gutartige Prostatavergrößerung und damit keine krebsartige Wucherung. Sie zählt zu den häufigsten Gründen, weshalb es bei einem Mann zu Störungen beim Wasserlassen kommt. Zu den Entstehungsfaktoren gehören vermutlich: ein Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Hormonen im Organismus eines Mannes sowie eine genetische Veranlagung. Eine der Behandlungsmöglichkeiten stellt die Transurethrale Prostataresektion (TUR-P) dar. Durch diesen operativen Eingriff wird überschüssiges Prostatagewebe entfernt.
  • Prostatakarzinom: Es konnte noch nicht vollständig geklärt werden, welche Ursachen Prostatakrebs auslösen. Auffällig ist jedoch, dass Betroffene dieser urologischen Beschwerde oftmals 70 Jahre oder älter sind.1 Ältere Menschen haben demnach ein höheres Risiko, daran zu erkranken. Zu den Symptomen zählen unter anderem: ein schwacher Urinstrahl, ein ständiger Harndrang bei einer wenig gefüllten Blase und mehrmaliges nächtliches Wasserlassen. Behandelt wird Prostatakrebs beispielsweise durch eine operative Entfernung des erkrankten Gewebes oder eine Strahlentherapie.

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Allgemeines Krankheitsgefühl, Schmerzen beim Wasserlassen – ein echter Mann beißt die Zähne zusammen, so schlimm wird es schließlich nicht sein, oder doch? Im Video ermutigt Markus Maria Profitlich die Männerwelt, sich bei Beschwerden an einen Facharzt zu wenden.


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Welche Genitalbeschwerden existieren?

Es gibt eine ganze Reihe an unterschiedlichen Genitalbeschwerden, die Sie als Mann bekommen können. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Probleme beim Wasserlassen: Sie beschreiben den Zustand von Harndrang bei einer normal gefüllten Blase, die sich nur langsam (oder gar nicht) entleeren lässt.
  • Ständiger Harndrang: Mediziner bezeichnen diese urologische Beschwerde auch als Pollakisurie. Typisch dabei ist, dass es neben einem vermehrten Harndrang auch zu einem Absetzen von nur kleinen Mengen Urin kommt. Zu den möglichen Ursachen einer Pollakisurie gehören Harnleitersteine, Fremdkörper in der Harnröhre sowie Entzündungen der Niere oder Blase.
  • Blut im Urin: Wird bei einem männlichen Patienten in einer abgegebenen Urinprobe Blut entdeckt, kann das an einer urologischen Erkrankung wie einem Harnleitertumor, einer Prostataentzündung oder Blasensteinen liegen. Um abzuklären, ob eine bösartige Krankheit dahintersteckt, muss eine gründliche ärztliche Untersuchung erfolgen, beispielsweise mithilfe eines Ultraschalls der Niere und Blase.
  • Hodenschmerzen: Diese urologische Beschwerde kann die Folge mehrerer Faktoren sein. So sind beispielsweise Entzündungen, Verletzungen oder Verdrehungen des Hodens denkbare Ursachen. Darüber hinaus können Wasseransammlungen, Krampfadern an den Blutgefäßen des Hodens und Harnleitersteine weitere Auslöser von Hodenschmerzen sein.
  • Penisschmerzen: Sie treten oftmals durch Entzündungen oder Verletzungen in Erscheinung. Männer nehmen Penisschmerzen beispielsweise an der Vorhaut oder der Harnröhre wahr. Blasenentzündungen mit ausstrahlenden Schmerzen, Vorhautentzündungen, Verletzungen der Schwellkörper beim Geschlechtsverkehr oder Harnröhrenentzündungen sind nur einige Gründe, die den Genitalbeschwerden zugrunde liegen.

Urologische Beschwerden können Probleme wie eine Erektionsstörung nach sich ziehen. Um Langzeitfolgen möglichst vorzubeugen, empfiehlt sich der frühzeitige Gang zum Hausarzt oder Urologen. In der Regel sind Genitalbeschwerden zum Beispiel durch die Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten gut behandelbar.